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Gütesiegelverleihung in Boppard

 

 

Vizepräses Pistorius:

Qualitätsmanagement orientiert am christlichen

Menschenbild


25 evangelische Kitas in Rheinland-Pfalz mit BETA-Gütesiegel ausgezeichnet

Boppard. Die Bedeutung eines klaren evangelischen Profils in der Arbeit von Kindertagesstätten hat der Vizepräses der Evangelischen Kirche im Rheinland, Christoph Pistorius, heute in Boppard unterstrichen. Pistorius überbrachte Grüße und Dank der rheinischen Landeskirche an die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von 53 evangelischen Kindertageseinrichtungen in Rheinland-Pfalz, die sich an dem Qualitätsmanagement-Programm der Evangelischen Kirche im Rheinland „Evangelische Kindertagesstätten ... unterwegs mit Qualität“ beteiligt hatten.

Die ersten 25 Kitas haben das Programm bereits erfolgreich durchlaufen und wurden dafür heute in Boppard mit dem BETA-Gütesiegel der Bundesvereinigung Evangelischere Tageseinrichtungen für Kinder e. V. (BETA) ausgezeichnet. Sie verpflichten sich damit auf ein klar erkennbares evangelisches Profil auf der Grundlage des christlichen Menschenbildes, auf eine gute Bildungsarbeit sowie einen partnerschaftlichen Umgang mit Eltern. Die übrigen Kitas aus den evangelischen Kirchenkreisen Koblenz, Obere Nahe, An Nahe und Glan, Simmern-Trarbach und Trier werden das Qualitätsmanagement im kommenden Jahr abschließen.

Vizepräses Pistorius skizzierte in seiner Ansprache die vielfältigen pädagogischen Herausforderungen im Alltag von Kindertageseinrichtungen. Wenn Kinder etwa ihre Mutter bedrohten oder schon Dreijährige im Kindergarten aggressiv würden, sei es schwer daran zu glauben, dass der Mensch ein Ebenbild Gottes sei, wie die Bibel zusage. Doch: „Die Bibel hält an der Ebenbildlichkeit Gottes als Anspruch fest, aber sie weiß auch um die Grenzen des Menschen. Sie kehrt sie nicht unter den Teppich, sondern beschreibt oder benennt sie, und sie wirbt in Jesus Christus für eine Kultur der Annahme und der Liebe, sie hält in uns wach die Sehnsucht, dass nicht alles so bleiben muss wie es ist“, so der rheinische Vizepräses. Dies beinhalte „Zuspruch und Anspruch zugleich an uns Menschen in der nicht erlösten Welt, die wir auch Grenzerfahrungen in unserer pädagogischen Arbeit erleben.“

Hintergrund:
Die Evangelische Kirche stellt sich mit dem Qualitätsmanagement-Prozess (QM) auf gestiegene Erwartungen von Eltern an die vorschulische Bildung ihrer Kinder ein. Sie begegnet damit dem sich abzeichnenden Wettbewerb zwischen den Kindergartenträgern, wenn infolge des demografischen Wandels weniger Kinder betreut werden müssen. Der QM-Prozess führt zur Verleihung eines Zertifikats nach den Qualitätsstandards der DIN EN ISO 9001:2008 und schließt eine Verleihung des BETA-Gütesiegels für evangelische Kindertagesstätten ein. 28 Träger der Evangelischen Kirche zwischen Eifel und Hunsrück, Saar, Nahe und Rhein beteiligen sich an dem Projekt, das im September 2011 begann.

 

 

Kitas wollen evangelisches Profil zeigen

 

 

 

25 Einrichtungen wurden in Boppard mit dem BETA-Gütesiegel ausgezeichnet Gemeinsames Projekt von fünf Kirchenkreisen in Rheinland-Pfalz

 

Boppard. Mit einem wohl einzigartigen Qualitätsmanagementprojekt wollen evangelische Kindertagesstätten aus fünf Kirchenkreisen im nördlichen Rheinland-Pfalz ein klares evangelisches Profil zeigen. Die ersten 25 Kitas haben das Programm „Evangelische Kindertagesstätten – unterwegs mit Qualität“ bereits erfolgreich durchlaufen und erhielten dafür in Boppard das Gütesiegel der „Bundesvereinigung Evangelischer Tageseinrichtungen für Kinder“ (BETA) überreicht.

 

Es ist ein wahres Mammutprojekt, das hier gemeinsam angegangen wird: 32 Träger, 53 evangelische Kindertagesstätten aus fünf Kirchenkreisen mit insgesamt rund 500 Erzieherinnen und Erziehern. Im November 2011 gab es das Kick-Off in Boppard, nun war mit den ersten Zertifizierungen der erste Zwischenstopp. „Dieses Projekt ist ein Aushängeschild für die rheinische Kirche und auch für die Kitas in Rheinland-Pfalz. Wir sind stolz auf sie“, meinte Helga Siemens-Weibring von der Diakonie Rheinland-Westfalen-Lippe, die auch Mitglied der Kirchenleitung der Evangelischen Kirche im Rheinland ist.

 

Deren Vizepräses Christoph Pistorius hob in Boppard dabei die Bedeutung eines klaren evangelischen Profils in der Arbeit von Kindertagesstätten hervor. In seiner Ansprache skizierte Pistorius, der als damaliger Trierer Superintendent selbst am Zustandekommen dieses Gemeinschaftsprojekts maßgeblich beteiligt war, die vielfältigen pädagogischen Herausforderungen im Alltag von Kitas. Wenn Kinder etwa ihre Mutter bedrohten oder schon Dreijährige im Kindergarten aggressiv würden, sei es schwer, daran zu glauben, dass der Mensch ein Ebenbild Gottes sei, wie die Bibel zusage. „Doch die Bibel hält die Ebenbildlichkeit Gottes als Anspruch fest, aber sie weiß auch um die Grenzen des Menschen“, machte der Vizepräses deutlich. Sie kehre sie nicht unter den Teppich, sondern beschreibe sie, und werbe in Jesus Christus für eine Kultur der Annahme und der Liebe.

Dass die Qualität der frühkindlichen Erziehung eine Aufgabe für alle sei, unterstrich Professor Dr. Armin Schneider vom Institut für Bildung, Erziehung und Betreuung in der Kindheit Rheinland-Pfalz der Hochschule Koblenz. „Die Kitas nehmen Kinder in ihrer Kindheit war. Ein Qualitätsmanagement ist dabei eine Investition in die Zukunft, die sich rechnen wird“, machte er deutlich. Mit guten Konzepten könnten die Herausforderungen bewältigt werden, vor denen die Kindertagesstätten stehen würden. Und er betonte: „Was wir früh richtig machen, müssen sie später nicht mehr korrigieren.“ Darum sei auch ein solches Projekt sehr wichtig. Doch der Hochschullehrer machte auch gleich klar: „Mit den Zertifikaten, die sie nun erhalten, fängt die Arbeit erst an!“

Lob für die Arbeit gab es von der Landesregierung. „Rheinland-Pfalz ist sehr stolz, dass sie sich auf diesen beispielhaften Weg gemacht haben“, sagte in Boppard Xenia Roth vom rheinland-pfälzischen Ministerium für Bildung. Sie wisse, dass dieser Weg nie aufhöre, sondern immer weiter gehe. Denn in Kitas würde man sich auf Beziehungen einlassen und in diese Beziehungen investieren, machte sie klar. „Und dabei brauchen sie dann auch die Rückendeckung durch ihre Leitungen, ihre Träger, die Kirchen und schließlich auch durch das Land“, war sie überzeugt.

(Dieter Junker - KK Simmern-Trarbach)

 

 

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